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Kombination Blockheizkraftwerk - Photovoltaikan...

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Kombination Blockheizkraftwerk - Photovoltaikanlage

Kombination Blockheizkraftwerk - Photovoltaikanlage

Kombination aus einem Blockheizkraftwerk und einer Photovoltaikanlage

Steigende Autarkie im Eigenheim

 

Blockheizkraftwerke nutzen das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, um gleichzeitig Strom und Wärme zu gewinnen. Wer sein hauseigenes Kraftwerk dabei mit einer Photovoltaikanlage verbindet, profitiert nicht nur von einer noch größeren Anlageneffizienz, sondern von einer steigenden Unabhängigkeit schwankender Energiepreise öffentlicher Stromversorger.

 

Funktionsweise eines Blockheizkraftwerkes

 

Für die Gewinnung von Strom und Wärme nutzen Blockheizkraftwerke Öl, Gas oder Biomasse. Die Zuführung des Brennstoffs sorgt für den Antrieb des Motors, der einen gekoppelten Generator in Bewegung setzt. Dieser Generator übernimmt die Produktion des Stroms im hauseigenen Blockheizkraftwerk. Die gleichzeitig vom Motor erzeugte Abwärme, stellt den thermischen Energiegewinn dar. Diesen übergibt ein Wärmetauscher an das Heizwasser im Pufferspeicher, sodass Immobilienbesitzer oder Hausbewohner die so erzeugte Wärme für die Beheizung einsetzen können. Zur gleichen Zeit fließt der vom Generator erzeugte Strom in das Haushaltsstromnetz und versorgt Haushaltsgeräte wie die Waschmaschine oder den Herd mit Energie. Wirtschaftlich lassen sich Blockheizkraftwerke ab jährlichen Leistungen von 3.500 bis 5.000 Betriebsstunden betreiben.

 

Um das Heizen mit einem Blockheizkraftwerk noch effizienter und ökonomischer zu gestalten, bietet sich eine Kombination mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach an. Wichtig ist dabei ein abgestimmtes Komplettsystem aus einer Photovoltaikanlage, einem Mini-Blockheizkraftwerk und einem Stromspeicher. Im Folgenden erfahren Sie mehr dazu:

 

Photovoltaikanlage und Batteriespeicher

 

Photovoltaikanlagen produzieren große Mengen Ökostrom insbesondere tagsüber, wenn ausreichend Sonnen- bzw. Tageslicht zur Verfügung steht. Um dieses Stromangebot auch abends oder nachts verfügbar zu machen, lassen sich tagsüber überschüssig produzierte Stromeinheiten in einer Speicherbatterie einlagern. Sobald Bedarf besteht, stellt die Batterie das eingespeicherte Stromangebot zur Verfügung. Um den von der Solaranlage erzeugten Gleichstrom für Haushaltsgeräte nutzbar zu machen, wird er über einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt.

 

Durch die Speicherung des Solarstroms lassen sich höhere Eigenverbrauchsraten erzielen. Dies gewährt mehr Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromversorger und senkt die Energiekosten. Für öffentlich bezogenen Strom mussten Verbraucher im Jahr 2015 28,8 Cent zahlen. Bei einem in einem Vier Personen Haushalt anfallenden durchschnittlichen Jahresverbrauch von 5.000 kWh Strom macht dies jährliche Stromkosten von etwa. 1.440 Euro.[1]

 

Vorteile aus einer Kombination einer PV-Anlage und eines Blockheizkraftwerkes

 

Wer ein BHKW mit einer Solaranlage und einem Batteriespeicher kombiniert, ist zunehmend stromautark und kann durch den Einsatz des Sonnenlichts gleichzeitig die eigenen Energiekosten senken. BHKW und Batteriespeicher sind über eine Schnittstelle miteinander gekoppelt. In der Heizperiode läuft das BHKW bis Puffer- und Batteriespeicher voll aufgeladen sind und unterstützt damit die Photovoltaikanlage. Letztere deckt den restlichen Anteil des Strombedarfs ab. In den Sommermonaten hingegen erhöht sich die Energiebereitstellung der Photovoltaikanlage, sodass das BHKW mit geringeren Betriebszeiten läuft. Dies schont einzelne Bauteile und Komponenten vor Abnutzung oder Verschleiß und reduziert kostspielige Wartungsaufwendungen der eigenen Heizungsanlage. Nutzer dieses Systems sind über das ganze Jahr hinweg vollkommen unabhängig von einer externen Strom- und Wärmeversorgung.

 

Herausforderungen bei der Stromerfassung

 

Besondere Herausforderungen ergeben sich hinsichtlich der zu installierenden Stromzähler im Haus. Denn für die Einspeisung überschüssigen Stroms aus der Photovoltaikanlage gelten andere Stromtarife als für Zuführung von KWK-Strom in das öffentliche Stromnetz. Daher ist es wichtig gleich mehrere Stromzähler zu montieren. Möglich ist dabei das Anbringen von drei unterschiedlichen Zählern. Der erste Zähler misst dabei die produzierte Strommenge des BHKW, ein weiterer speichert die Einspeisung des BHKW Stroms in das öffentliche Netz und ein dritter Stromzähler erfasst die Stromertragsmenge der Photovoltaikanlage.

 

Viele weitere Informationen zu Einsatzgebieten, zur Wirtschaftlichkeit und zur Funktionsweise von Blockheizkraftwerken sind hier abrufbar.

 

[1] Quelle: http://energieinitiative.org/preis-kwh-strom/

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Mehr über: BHKW, Mini BHKW, Speichersystem

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